Museum Ehingen im Heilig-Geist-Spital
Ausstellung "Omas Küche"
wird bis zum 4. März 2012 verlängert

Die derzeit im Museum Ehingen laufende Ausstellung "Omas Küche“, wird auf Grund des guten Besuches bis zum 4. März verlängert. Es besteht also weiterhin die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, welche technischen Helfer und Vorrichtun-gen unseren Großmüttern halfen, ihre Lieben zu verköstigen. Der Bogen des Gezeigten spannt sich von Kochtöpfen über verschiedene Küchengerätschaften bis hin zu Kochbüchern aus herrschaftlichen und bürgerlichen Haushalten, vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.
Die Ausstellung ist während den üblichen Öffnungszeiten des Museums zu sehen:
Mittwoch 10 – 12 und 14 – 17 Uhr
Samstag und Sonntag 14 – 17 Uhr
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Das Heilig-Geist-Spital ist um 1340 durch Stiftungen und Schenkungen Ehinger Bürger gegründet worden. Seine größte bauliche Ausdehnung erfolgte im 16. Jahrhundert. Es entstanden um einen Hof gruppierte Ökonomiegebäude und das so genannte Neuhaus. Die Ökonomiegebäude sind heute nicht mehr vorhanden. Das Neuhaus diente bis 1976 verschiedenen Zwecken, zuletzt befanden sich Wohnungen darin. Mit hohem Aufwand ist das Gebäude in den Jahren 1977-1984 von Grund auf saniert und restauriert worden. Nach der Fertigstellung wurde hier das städtische Museum eingerichtet und 1985 eröffnet.
Durch die Wiedereröffnung der ehemaligen Spitalkapelle im Frühjahr 2006 erfuhr das Museum eine wichtige Bereicherung. Das Gebäude, entstanden um 1500, zeigt Wandmalereien aus der Erbauungszeit sowie aus dem Manierismus um 1600. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle profaniert und mehrfach umgebaut.
Spitalkapelle nach der Renovierung von Norden - dem ehemaligen Spitalhof und heutigen Groggentalplatz.

Im Chorbereich wurden die ursprünglichen gotischen Fensterformen wiederhergestellt, im Kapellenschiff blieben die Fenster, wie sie um 1828 beim Umbau zum Getreidespeicher entstanden sind, erhalten.
Seit 1828 hatte das Gotteshaus den unterschiedlichsten Zweckbestimmungen gedient. Im Zuge der Umnutzung zum Getreidespeicher mit dem Einbau von Zwischenböden wurde die gesamte Kirchenausstattung entfernt. Auch die gotischen Kirchenfenster wurden der neuen Zweckbestimmung angepasst, die Malereien an den Wänden übertüncht. In der Folgezeit wurde das Gebäude immer wieder anders genutzt. Zuletzt stand es über längere Zeit leer.
Die Wendung zum Besseren begann im Herbst 2000, als für die Bevölkerung im Rahmen des Tages des offenen Denkmals die Gelegenheit bestand, das über lange Jahre unzugängliche Gebäude zu besichtigen. Dessen Bedeutung und dessen Qualitäten wieder ans Tageslicht zu bringen, unternahm dann der im Sommer 2001 gegründete Förderverein Spitalkapelle zum Heiligen Geist. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des damaligen Landesdenkmalamtes wurde ein Renovierungs- und Nutzungskonzept erarbeitet und in den folgenden Monaten und Jahren zielstrebig umgesetzt.
Seit Abschluss der Renovierungsarbeiten wird die ehemalige Spitalkapelle als Ausstellungsraum für Skulpturen des Museums und für kulturelle Veranstaltungen genutzt.



