Museum Ehingen im Heilig-Geist-Spital
Ausstellung "Hopfen und Malz" vom 27. April - 9. September 2012
Zinnfiguren erzählen Geschichte(n) vom Bier
Mittels zahlreicher Dioramen aus der Sammlung von Peter Bach, wird ein informativer Einblick in die Geschichte des „Gerstensaftes“ vermittelt. Auch wenn die Brauerzeugnisse aus der Zeit der Pharaonen wohl kaum den Erwartungen eines heutigen Biertrinkers entsprechen dürften, spannt sich der Bogen chronologisch vom Altertum, über die Braukunst der Klöster, zum deutschen Reinheitsgebot von 1516 bis ins vergangene Jahrhundert.
Genrehafte Darstellungen von Festen und heitere Begebenheiten aus dem Umfeld von Bierbrauen und Biergenuss, runden die kurzweilige und farbenfrohe Schau ab. Hinzu kommt eine Auswahl von Gegenständen wie Bierkrüge und Bierdeckel, die an noch bestehende oder längst verschwundene Ehinger Brauereien erinnern.
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Heilig-Geist-Spital

Das Heilig-Geist-Spital ist um 1340 durch Stiftungen und Schenkungen Ehinger Bürger gegründet worden. Seine größte bauliche Ausdehnung erfolgte im 16. Jahrhundert. Es entstanden um einen Hof gruppierte Ökonomiegebäude und das so genannte Neuhaus. Die Ökonomiegebäude sind heute nicht mehr vorhanden. Das Neuhaus diente bis 1976 verschiedenen Zwecken, zuletzt befanden sich Wohnungen darin. Mit hohem Aufwand ist das Gebäude in den Jahren 1977-1984 von Grund auf saniert und restauriert worden. Nach der Fertigstellung wurde hier das städtische Museum eingerichtet und 1985 eröffnet.
Durch die Wiedereröffnung der ehemaligen Spitalkapelle im Frühjahr 2006 erfuhr das Museum eine wichtige Bereicherung. Das Gebäude, entstanden um 1500, zeigt Wandmalereien aus der Erbauungszeit sowie aus dem Manierismus um 1600. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle profaniert und mehrfach umgebaut.
Spitalkapelle nach der Renovierung von Norden - dem ehemaligen Spitalhof und heutigen Groggentalplatz.

Im Chorbereich wurden die ursprünglichen gotischen Fensterformen wiederhergestellt, im Kapellenschiff blieben die Fenster, wie sie um 1828 beim Umbau zum Getreidespeicher entstanden sind, erhalten.
Seit 1828 hatte das Gotteshaus den unterschiedlichsten Zweckbestimmungen gedient. Im Zuge der Umnutzung zum Getreidespeicher mit dem Einbau von Zwischenböden wurde die gesamte Kirchenausstattung entfernt. Auch die gotischen Kirchenfenster wurden der neuen Zweckbestimmung angepasst, die Malereien an den Wänden übertüncht. In der Folgezeit wurde das Gebäude immer wieder anders genutzt. Zuletzt stand es über längere Zeit leer.
Die Wendung zum Besseren begann im Herbst 2000, als für die Bevölkerung im Rahmen des Tages des offenen Denkmals die Gelegenheit bestand, das über lange Jahre unzugängliche Gebäude zu besichtigen. Dessen Bedeutung und dessen Qualitäten wieder ans Tageslicht zu bringen, unternahm dann der im Sommer 2001 gegründete Förderverein Spitalkapelle zum Heiligen Geist. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des damaligen Landesdenkmalamtes wurde ein Renovierungs- und Nutzungskonzept erarbeitet und in den folgenden Monaten und Jahren zielstrebig umgesetzt.
Seit Abschluss der Renovierungsarbeiten wird die ehemalige Spitalkapelle als Ausstellungsraum für Skulpturen des Museums und für kulturelle Veranstaltungen genutzt.









